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Telefon vs. Online-Buchung im Billardsalon

22. September 2026 · 5 Min. Lesezeit

In den meisten Billardsalons läuft die Reservierung über das Telefon. Das funktioniert — solange jemand abnimmt. In der Praxis steht das Personal aber am Tisch, an der Theke oder im Lager. Und viele Buchungsversuche finden zu Zeiten statt, in denen gar niemand erreichbar ist.

Dieser Artikel schaut sich an, was bei der reinen Telefonbuchung auf der Strecke bleibt — und warum ein zusätzlicher Online-Kanal keine Entweder-oder-Entscheidung sein muss. Die Datenlage für Billardhallen ist dünn; die meisten Zahlen stammen aus der Gastronomie und dem Dienstleistungsbereich. Die Dynamik — Kleinbetrieb, kein Empfang, Personal im Mehreinsatz — ist aber vergleichbar.

Wann wird gebucht?

Ein typischer Moment: Jemand beschließt, am Wochenende mit Freunden Billard spielen zu gehen. Es ist Dienstagabend, 22 Uhr. Der Salon hat vielleicht noch offen, aber wer dort arbeitet, hat anderes zu tun als Buchungsanrufe entgegenzunehmen. Ohne Online-Option gibt es dann zwei Möglichkeiten: sich vornehmen, morgen anzurufen — oder es vergessen.

In einer forsa-Umfrage (2021, 1.001 Befragte im Alter von 20–54, Deutschland) gaben 82% an, sich bei Terminbuchungen nicht an Öffnungszeiten binden zu wollen. Plattformdaten bestätigen das: Bei studiolution (deutsches Buchungssystem für Studios und Salons) entfallen 42% aller Online-Buchungen auf den Zeitraum zwischen 18 und 9 Uhr. Zenchef kommt für die europäische Gastronomie auf 18% der Buchungen zwischen 22 und 10 Uhr. Das sind Buchungen, die per Telefon nicht stattgefunden hätten.

Dass Kleinunternehmen telefonisch schwer erreichbar sind, ist kein Vorwurf — sondern Realität im Tagesgeschäft. In einer YouGov-Umfrage (2023, 2.099 Befragte) sagen 60% der deutschen Verbraucher genau das. Im Billardsalon, wo es in der Regel keinen Empfang gibt und das Personal zwischen Tisch und Theke wechselt, dürfte die Situation nicht anders aussehen.

Online-Buchung in Deutschland

Eine repräsentative Bitkom-Umfrage (2024, 1.005 Befragte) zeigt: 47% der Deutschen reservieren Restauranttische am liebsten online. Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag von METRO (2025, 2.000 Befragte) hat die Hälfte der Deutschen bereits online einen Restauranttisch gebucht. Bei den 16–29-Jährigen informieren sich laut Bitkom 65% vorab online über das Angebot, bevor sie ein Lokal besuchen.

Belastbare Daten speziell für Billardhallen gibt es dazu nicht. Aus dem Dienstleistungsbereich gibt es aber Erfahrungswerte: Zenoti hat über ca. 100 Salons und Spas in den USA ausgewertet: Nach der ersten Online-Buchung nutzen 58% der Kunden ausschließlich den Online-Kanal für zukünftige Termine. Weitere 22% buchen überwiegend online.

Das Telefon verschwindet dabei nicht. Laut einer Zenoti-Umfrage (2025, 1.400 Befragte, USA) bevorzugen 77% der Stammkunden weiterhin das Telefon, wenn es um Änderungen oder Umbuchungen geht. Neue Buchungen wandern ins Netz; der persönliche Kontakt bleibt für alles, was komplizierter ist.

WhatsApp als Buchungskanal

Einige Billardsalons in Deutschland setzen bereits auf WhatsApp. Der Schritt ist naheliegend: Laut Destatis/Eurostat nutzen 83% der 16–74-Jährigen in Deutschland Messenger-Dienste (2025) — der mit Abstand größte davon ist WhatsApp. Nachrichten werden fast immer gelesen, die Hürde für Gäste ist praktisch null, und der Tonfall passt zum Freizeitbereich. Dass Billardsalons diesen Weg gehen, zeigt: Es gibt eine Nachfrage nach Buchungswegen abseits des Telefons.

WhatsApp ist allerdings ein Kommunikationskanal, kein Buchungssystem. Es gibt keinen automatischen Verfügbarkeitscheck, keine Kalenderanbindung, keine automatischen Erinnerungen. Solange eine Person die Nachrichten im Blick hat und das Volumen überschaubar bleibt, funktioniert das trotzdem gut. Ab einem gewissen Volumen — Freitagabend, Samstagvormittag — steigt das Risiko, dass Nachrichten untergehen oder Tische doppelt vergeben werden. Für diese Fälle braucht es ein System dahinter.

Zusammenhang mit No-Shows

Wer Buchungen in einem System verwaltet — egal ob manuell eingetragen oder online gebucht — kann automatische Erinnerungen und Stornierungslinks nutzen. Welchen Unterschied das macht, zeigen die Zahlen in unserem Artikel zu No-Shows im Billardsalon. Der Online-Kanal erweitert dabei den Kreis der Buchungen, die überhaupt ins System gelangen — auch solche, die telefonisch nie zustande gekommen wären.

Der Ansatz von CueFlow

CueFlow bringt beide Kanäle in ein System: Telefonische Buchungen und Walk-ins lassen sich über das Dashboard eintragen, Online-Buchungen kommen über ein Widget auf der eigenen Website. Beides erscheint im selben Kalender. E-Mail-Erinnerungen und Stornierungs-Links greifen für beide Kanäle.

Fazit

Das Telefon bleibt — Stammkunden werden weiter anrufen, und Walk-ins gehören zum Billardsalon dazu. Aber ein zusätzlicher Online-Kanal fängt die Buchungen auf, die sonst verloren gehen: abends, am Wochenende, oder wenn gerade niemand ans Telefon geht.

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